PRAXIS-RATGEBER

Cobot-Schweißen

Praktische Informationen zum Einsatz kollaborierender Roboter im Schweißbetrieb

Getrieben von sich verändernden Anforderungen an Produkt, Kosten und Personal gibt es für Unternehmer und Schweißverantwortliche – angefangen vom Kleinbetrieb, über den Mittelstand bis hin zur Großindustrie – den Zwang, sich mit dem Thema Automatisierung auseinander zu setzen. Es gilt Lösungen zu finden, die das Unternehmen fit für die Zukunft machen. Einen der spannendsten Ansätze – gerade beim Schweißen – stellen dabei kollaborative Roboter dar. Weil alles Neue natürlich jede Menge Fragen aufwirft, haben wir unsere Erfahrung und unser Wissen für Sie zu diesem Ratgeber Cobot-Schweißen zusammengetragen. Viel Spaß bei der Lektüre.

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Erkunden Sie nachfolgend exklusiv ausgewählte Leseproben aus den Kapiteln „Basis-Fragen“, „Nutzen-Aspekte“ und „Praxis-Leitfaden“:

BASIS-FRAGEN
Kategorie Basis-Fragen

Was macht der Cobot besser?

Die Stärken des Cobot gegenüber herkömmlichen Industrierobotern.

Die Wikipedia-Definition bringt es auf den Punkt: Als Kollaborativer Roboter oder kurz Cobot (aus dem englischen: collaborative robot) wird ein Industrieroboter bezeichnet, der mit Menschen gemeinsam arbeitet und im Produktionsprozess nicht durch Schutzeinrichtungen von diesen getrennt ist.

Leichtbau statt Traglast

Bei Cobots steht folglich die Sicherheit des interagierenden Mitarbeiters an erster Stelle. Der wichtigste Aspekt dabei ist, dass Menschen nicht durch auf sie einwirkende kinetische Energie verletzt werden. Da kinetische Energie von zwei Faktoren abhängt, der Bewegungsgeschwindigkeit und der Masse des bewegten Gegenstandes, wundert es nicht, dass Cobots heute typischerweise Leichtbauroboter sind. Im Vergleich zu den Industrierobotern, die herkömmlicher Weise im Bereich Schweißen eingesetzt werden, bringen sie nur 15 – 20 % des Gewichts auf die Waage. Eventuell damit einhergehende Einschränkungen bei den Traglasten sind für den Bereich Schweißen nicht relevant. Bedeutsamer ist für das Schweißen der Umstand, dass die Cobots hinsichtlich Wiederholgenauigkeit von Bewegungsabläufen und –sequenzen keine gravierenden Abstriche machen, und somit eine vergleichbare, reproduzierbare Qualität gewährleisten wie ihre großen Brüder.

Integrierte Sicherheit statt Maximalbeschleunigung

Heutzutage sorgen bei Cobots integrierte Sicherheitstechnik und leistungsfähige Sensorik dafür, dass sie schon bei leichtem Kontakt umgehend ihre eigene Bewegung stoppen und somit Schäden bzw. Verletzungen vermieden werden. Insgesamt wird dies unter…

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Kategorie Basis-Fragen

Automatisierung und Mittelstand?

Der Cobot: So flexibel, wie Sie es brauchen.

Kategorie Basis-Fragen

Passt der Cobot zu meinem Betrieb?

Was kann ich damit schweißen, und was nicht.

Kategorie Basis-Fragen

Was kostet mich der Spaß?

Der Cobot hat seinen Preis, kostet aber weniger als man denkt.

NUTZEN-ASPEKTE
Kategorie Basis-Fragen

Mehr Produktivität beim Schweißen

Einfaches Wirkprinzip: Qualität erhalten und Durchsatz steigern.

Kategorie Basis-Fragen

Mittel gegen den Fachkräftemangel

Fachkräfte entlasten, effizienter schweißen, Zukunft sichern.

Zukunftsszenario: Rückgang der eigenen Schweißer-Belegschaft um bis zu 40 % durch Ruhestand und Nachwuchsmangel

In Deutschland wurden 2018 so viele Menschen wie noch nie beschäftigt, die Arbeitslosenquote nähert sich Jahr für Jahr der Marke für Vollbeschäftigung an. Mittlerweile wird die gute Situation jedoch zum wirtschaftlichen Hemmschuh, denn es können nicht genügend Menschen mit entsprechender Qualifikation für die benötigten Stellen gefunden werden. Ganz vorne bei Umfragen und Statistiken zu den gesuchten Fachkräften findet sich das Berufsbild Schweißer. Der Fachkräftemangel in der Schweißbranche ist aber kein neues Thema. Der DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren) hat schon 2007 per Umfrage die Situation genauer untersucht und dabei den Fachkräftemangel in Unternehmen der Schweiß- und Fügetechnik als bedrohlich eingestuft.

Die Schweißer-Lücke wird größer

Seit dieser Zeit hat sich die Lage sogar noch zugespitzt. Einerseits schlagen bei weitem nicht genügend junge Menschen den Weg zum Schweißer ein, da Arbeitsumfeld und -bedingungen eines Schweißers doch insgesamt als wenig attraktiv gelten. Anderseits stehen immer mehr ältere Metallwerker kurz vor dem verdienten Ruhestand. Zwar hat die Bereitschaft zugenommen, etwas länger den gelernten Beruf auszuüben, aber eine dauerhafte Lösung ist dies naturgemäß nicht. So mancher Betrieb, der eigentlich gerne seine Belegschaft im Schweißen ausbauen möchte, muss sich zunehmend Gedanken machen, wie mit einer deutlich reduzierten Schweißer-Belegschaft die Produktion auf aktuellem Niveau überhaupt aufrechterhalten und die Zukunft des Unternehmens gesichert werden kann.

Abhilfe durch Automatisierung

Einen Ausweg aus der Gesamtproblematik „Fachkräftemangel“ bietet natürgemäß ein höherer Automatisierungsgrad. Allerdings war dies bisher für die kleineren…

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Kategorie Basis-Fragen

Cobot-Schweißen macht attraktiv

Mitarbeiter binden, Mitarbeiter finden.

Kategorie Basis-Fragen

Ihr Einstieg in Industrie 4.0

Cobot-Schweißen als neue Schlüsseltechnologie für den Mittelstand.

PRAXIS-LEITFADEN
Kategorie Basis-Fragen

Das Thema Sicherheit

Wie Sie als Betrieb richtig damit umgehen.

Kategorie Basis-Fragen

Der Schlüssel zum Erfolg

Technik ist wichtig. Aber Sie und Ihr Team sind das A und O.

Kategorie Basis-Fragen

Der zielgerichtete Weg zur Einführung

So lernen Sie Ihr neues Werkzeug Cobot optimal einzusetzen.

Mensch-Roboter-Kollaboration ist anders als die bisher vorherrschende Automatisierung. Sie hat keinen Käfig, sie verzichtet nicht auf den Menschen und vor allem ist sie einfach zu bedienen. Nicht der Automationsspezialist (häufig extern eingekauft) ist der entscheidende Faktor, sondern die eigenen Prozess- bzw. Applikationsspezialisten stehen im Mittelpunkt der neuen Automatisierungstechnologie – in unserem Falle die Schweißer und Schweißverantwortlichen in den Unternehmen. Dies erhöht in ungeheurem Maße die Flexibilität von Betrieben die Automatisierung einerseits an die eigenen Bedürfnisse und andererseits an sich ändernde Marktanforderungen anzupassen und gezielt weiterzuentwickeln. Damit dies gelingt, gilt es bei der Einführung von Cobots bzw. des Cobot-Schweißens ein paar einfache Empfehlungen zu beachten:

  • Nehmen Sie sich selbst in die Pflicht. Die Cobot-Technologie liefert die bis dato einfachste Möglichkeit einen Roboter zu bedienen und programmieren. So einfach, dass man schon nicht mehr vom Roboter programmieren, sondern Roboter trainieren spricht. Die Chance, die sich Ihnen mit dem Cobot bietet, ist selbst Herr der Automatisierung zu werden. Diese sollten Sie nutzen.
  • Das zentrale Element ist „Learning by Doing“. Die Mitarbeiter, die im ersten Schritt dafür vorgesehen sind mit dem Cobot zu Schweißen, sollten für diese Aufgabe ausreichend zeitliche Ressource bekommen. Nach der Initial-Schulung, die alle relevante Grundfunktionalität fürs Cobot-Schweißen beinhaltet, kann und soll direkt von den Mitarbeitern mit dem Cobot weitergearbeitet werden. Wichtig dabei ist, Sachen auch einfach mal ausprobieren zu können, um herauszufinden, was mit dem Cobot geht und was nicht.
  • Starten Sie mit einem kleinen Team. Schulungen sind dann am effektivsten, wenn Sie sich möglichst intensiv um wenige Teilnehmer drehen. Das Schöne am Cobot, die eigenen Mitarbeiter…
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Kategorie Basis-Fragen

Die richtige Zeit zu investieren

Ausgereifte Technik und moderne Finanzierungskonzepte.